Das Leitbild der DBK

Einleitung, Bedeutung, Allgemeines  

Dorfburgerkorporation mit Burgerinnen, Burger, Wald, Pachtland, Baurechtsparzellen, Liegenschaften und Holzschnitzelheizung-Wärmeverbund erhalten, fördern, führen und aufblühen lassen.

Gute, sinnvolle, ökonomische und ökologische Bewirtschaftung von Wald, Landverpachtung, Baurechtsparzellen, Liegenschaften und Holzschnitzelheizung.

Allgemeine Ziele der Burgergemeinden und Korporationen soweit wie möglich übernehmen
und Güter der Dorfburgerkorporation in diesem Sinn erhalten und fördern. Man vergleiche
dazu mit dem Dokument „Aufgaben der Burgergemeinden und burgerlichen Korporationen
im heutigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichem Umfeld“ des Verbandes
Bernischer Burgergemeinden und burgerlichen Korporationen (VBBG).

Hauptgrundlage der Organisation, Verfahren und Verwaltung der Dorfburgerkorporation
und der Nutzniessung durch die Dorfburgerinnen und Burger ist das Organisations- und
Nutzungsreglement der Dorfburgerkorporation Schwarzenburg (OR). Die Verwaltung wird
durch die Ressortleiter ausgeführt, damit wird eine kostengünstige Verwaltung angestrebt.

Weitere Entwicklungen in den nächsten Jahren:

  • Normale, waldschonende Holznutzung unter Berücksichtigung der Holzpreisentwicklungen. Bei tieferen Holzerlöspreisen eher weniger Holzverkäufe, bei ansteigenden Holzerlöspreisen eher höhere Holzschläge.
  • Weitere Erweiterung des Fernwärmenetzes in der näheren Umgebung der Holzschnitzelheizung.

Dorfburgerinnen und -burger 

Das Burgerrecht der Dorfburgerinnen und Burger aufrechterhalten und ihnen das Zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln, dass die Dorfburgerkorporation sinn- und wertvoll ist. Den Wald-, Land-, Baurechts- und Liegenschaftsbericht möglichst erhalten. Es wird versucht, den Burgernutzen auch weiterhin in einem kleineren Ausmass zu erhalten (vgl. auch mit dem Nutzungsregelement).

In Not geratene Dorfburgerinnen und -burger sollen spontan unterstützt werden.

Verwaltung 

Hauptgrundlage der Verwaltung der Dorfburgerkorporation ist das Organisations- und Nutzungsreglement der Dorfburgerkorporation Schwarzenburg (OR). Die Verwaltung wird
durch die Ressortleiter ausgeführt, man siehe dazu die Ressortverteilung mit den Hauptausführungspunkten und das Funktionsdiagramm. Beamtete Personen sind der Burgerschreiber und Burgerkassier. Die Rechnungsprüfungskommission setzt sich wenn möglich durch interne Burgerinnen oder Burger zusammen. Mit der Besetzung der Verwaltung und der Rechnungsprüfungskommission mit internen Burgerinnen und Burgern wird eine kostengünstige Verwaltung der Dorfburgerkorporation angestrebt.

Informationsaustausch

Zwischen den Burgerrätinnen und Burgerräten ist ein gut funktionierendes Informationssystem aufzubauen und zu unterhalten. Diese Anforderungen sollten mittels des Internets mit dem E-Mailbetrieb gewährleistet werden. Die Dorfburgerinnen und Dorfburger werden im jährlich erscheinenden Burgerbrief oder an den beiden Versammlungen über Aktuelles und die laufenden Geschäfte des Burgerrates informiert. 

Finanzen

  • Optimale Verwaltung und Bewirtschaftung der flüssigen Mittel und Anlagen sowie des Fremdkapitals.
  • Koordination der Finanzen zwischen den Ressorts und den entsprechenden Aufgabenbereichen.
  • Ausgeglichener Finanzhaushalt mittels Finanzplanung / Voranschlag und Finanzplan.
  • Effizientes Rechnungswesen und Inkasso.
  • Buchführung mit Jahresabschluss. Erstellen einer Übersicht mittels Vorbericht, Tabellen und Grafik.
  • Führen einer Lohnbuchhaltung. Erstellen der Lohnausweise und melden der Lohnsummen bei AHV, EO, ALV / SUVA / BVG / Betriebshaftpflicht.

Wald, Forst, Forstarbeiten, Forstarbeiter

  • Waldnutzung: Das Verständnis für die Holzwirtschaftliche Nutzung des Waldes und die Nutzung als Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier ist durch Aufklärungsarbeit bei Kindern und Erwachsenen zu fördern.
  •  Wald- und Holzwirtschaft: Auch als nicht FSC-zertifizierter Forstbetrieb unterstellen wir uns den Prinzipien und Kriterien für eine umwelt- und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung.
  • Wir verpflichten uns, mit den Ressourcen des Waldes nachhaltig umzugehen, um den Bedürfnissen zukünftiger Generationen gerecht zu werden.
  • Natur und Erholung: Der Burgerwald soll seinen Besuchern intakte Natur vermitteln und als Plattform für naturverbundene Erholungsformen dienen.
  • Sicherheit: Die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sowie die Sicherheit von Kunden, Lieferanten und Besuchern in unseren Wäldern sind uns ein zentrales Anliegen.

Liegenschaften

Die Interessen der Mieter und der DBK sollen wahrgenommen und in einem gesunden
Verhältnis vertreten werden. Die mit Mieter und DBK (Burgerrat) vereinbarten Massnahmen werden kostenbewusst und zügig umsetzen. Die Liegenschaften werden sorgfältig verwaltet und sollen auch für spätere Generationen erhalten und von ihnen bewirtschaftet werden können.

Heizung-Wärmeverbund

Die Holzschnitzelheizung und der Wärmeverbund (HWV) müssen gut und zuverlässig funktionieren, damit die Wärmelieferungen für Heizung und Warmwasser an die Wärmebezüger gewährleistet werden können. Ökonomische und ökologische Aspekte sind im Betrieb HWV einzubeziehen und berücksichtigen. Eine gute Betriebs- und Ablauforganisation ist fundamental für das Funktionieren von HWV. Eine Arbeitsgruppe (AG HWV) bestehend aus etwa vier Personen soll dies gewährleisten:

  • Betriebsleiter mit starker Verbindung und Kenntnissen zu HWV, z.B. Förster, Heizungswart, Heizungswartstellvertreter oder ein Burgerrat
  • Heizungswart mit starker Verbindung und Kenntnissen zu HWV
  • Heizungswartstellvertreter mit Erfahrung
  • Ablaufs- und Zeitschemas für Personen des Heizungsbetriebs
  • Ablesen der gelieferten Wärmemengen bei den Wärmebezügern durch ein Mitglied der AG HWV oder eine Person mit Erfahrung, Überprüfung der Wärmemessgeräte
  • Administrationsperson für typische administrative Aufgaben im Bereich HWV wie Beschreibung-Kostenvorschläge für neue Projektanschlüsse, Liste für Wärmebezüge, Liste für angeschlossene Liegenschaften mit Anzahl Wohnungen, Kontakte und Formalitäten zur Bauverwaltung der Gemeinde, Planerstellung des Fernwärmenetzes aktualisieren, etc.
  • Gewährleistung der Verbindung zur Servicefirma im Störungs- und Normalfall
  • Möglichkeit der Erfahrungssammlung und Schulung für Mitglieder der AG HWV


Ein zuverlässiges und redundantes Alarmierungssystem zur Behebung von Störungen ist
einzurichten und zu unterhalten.

Die Anlage HWV ist seit 1999 in Betrieb mit einem Feuerungsofen mit 400 kW Leistung und
einem zweiten Feuerungsoffen mit gut 700 kW Leistung auf den Winter 2010. Nach elf Jahren der Werbung mit eher zu niedrigen Verkaufspreisen aber recht hohen Investitionskosten für das Grundsystem HWV im Hauptperimeter Berggasse-VorembergOst-Sonnenrain- Bernstrasse-Freiburgstrasse-Berggasse muss in den nächsten Jahre angestrebt werden, dass die Finanzen im Bereich HWV vernünftig anfallen und finanziell fundierte Amortisationen getätigt werde können. Weitere Anschlüsse sollten aufgrund des bestehenden Fernwärmenetzes kostendeckend anfallen. Deshalb ist in erster Linie zu versuchen, dass die Wärmelieferungen die zukünftigen finanziellen Vorstellungen und Kosten abdecken können.

Pachtland, Baurechtsparzellen

Das Pachtland soll durch unsere Pächter umweltverträglich genutzt werden. Mit moderaten
Pachtzinsen wird den Landwirten (vorwiegend Angehörige der DBK) eine ökonomische und
ökologische Bewirtschaftung ermöglicht. Die Baurechtsparzellen werden in vorwiegend verdichteter Bauweise genutzt. Pacht und Baurechte sind in ordentlich abgeschlossenen Verträgen geregelt. Es werden von der DBK weder Pacht- oder Baurechtsgrundstücke verkauft, um die Landressourcen zu erhalten und auch späteren Generationen weiterzugeben. 

Weiterbildung

Den Ausführenden der Verwaltung sowie den Waldarbeitern wird die Weiterbildung in Kursen, Tagungen und Regionalversammlungen empfohlen und ermöglicht.